Was ist Glück und warum sind täglich bewusst erlebte Genussmomente der Schlüssel zum Glücklichsein ? Auf diese Fragen gibt  der  folgende Artikel Antwort.    

Das Alltagsglück

Viele von uns haben Anlass genug, sich  jeden Tag zu freuen, über das Glück mitten im Alltagsleben. Ist es doch angenehm, sich sicher und gesund zu fühlen, zu wissen, dass man heute nicht auf einer Parkbank übernachten wird sondern in einer warmen Wohnung. Und es tut gut, kein Magenknurren zu verspüren, weil man schon länger nichts zu futtern hatte. Doch das ist nur das Alltagsglück, wir nennen es „normal“, den Mindestanspruch an das Leben. Das sagt uns die Gewohnheit.

Das kleine Glück

Wie das kleine Glück sich anfühlt, das weiß man ungefähr: Morgen mit guten Freunden essen gehn oder am Wochenende an den See zu fahren, das haben wir bereits erlebt und werden uns dabei auch glücklich fühlen wie beim letztenmal. Nur schlimmstenfalls wird unser Essen abgesagt oder der Regen macht uns einen Strich durchs Wochenendvergnügen. Das kleine Risiko nimmt man in Kauf. Denn immerhin, das kleine Glück ist nah, wir haben es unter Kontrolle.

Das große Glück

Wenn du es schon einmal erlebt hast, ahnst du, wie es sich anfühlt, dieses große Glück. Doch ganz egal, wie es gekommen ist, durch einen Lottotreffer oder erst nach harter Arbeit, die Euphorie des glücklichen Moments ist meistens schnell verpufft. Dann stehst du wieder dort wo alle andern stehen, die auf den Horizont hinausblicken, wo von der Ferne dieses Glück mit seinem Schimmer lockt: die weiße Jacht, die Villa und der Geldspeicher von Dagobert Duck. Das sind die Requisiten unserer unerfüllten Träume vom Glücklichsein.

Das Glück liegt im Genussmoment

Da ich im Grunde meiner tiefsten Seele immer schon ein faules Aas war, hab ich mich  nach mancher arbeitsreichen Lebensphase oft gefragt – auch wenn sie mir am Ende Glück gebracht hat – : „Kann man das  große Glück nicht billiger bekommen?

Lohnt sich das lange Hoffen, manche Plagen und der Stress, den man sich immer wieder antut, um den Versprechungen vom großen Glück zu folgen, wenn das Gefühl des Glücklichseins so flüchtig ist?
Sind denn die Glücksgefühle des Genussmoments nicht ganz dieselben wie die am Ende der oft langen, ungewissen Straße zum Erfolg, von dem man dieses große Glücksgefühl erwartet?

Es gibt drei klare Antworten auf diese Fragen und die lauten nach der Reihe:  Ja / Nein / Ja.

Ja, eines ist gewiss, man kann das große Glück mit denkbar wenig Aufwand finden. Man muss es halt nur an der rechten Stelle suchen: Du findest es im alltäglichen Erleben von Genussmomenten, in ihrer bunter Vielfalt und in der Ruhe, die du ihnen schenken musst.

Nein, denke ich, es lohnt sich nicht, unzählige Mühen und Verzicht in Kauf zu nehmen, nur weil man hofft, das große Glück liegt im Erfolg. Oh ja, zu Siegen, das ist schön, Berühmtheit auch. Doch wenn dabei die täglichen Genussmomente untergehen, ist alles nichts. Denn dieser Glücksmoment am Ziel deines Projektes oder am Gipfel der Karriereleiter der verpufft oft schneller als ein winziger, echter Genussmoment am Montagmorgen.  

Ja, wenn du Genießen kannst mit allen Sinnen und mit aller Liebe und mit Aufmerksamkeit für das Detail, dann sind die Glückgefühle des Genussmoments genau dieselben, wie an dem Tag, an dem du dich darüber freuen konntest, dass du den Führerschein geschafft hast oder dein Abitur, die erste Nacht im Eigenheim verbracht hast oder den ersten Tag im Chefbüro.

Tägliche Genussmomente sind im Vergleich die klaren Sieger: Der Einfluss regelmäßigen Genießens auf deine Glücksstrukturen im Gehirn kann so etwas wie permanentes Wohlgefühl erzeugen, und das bei relativ geringem Aufwand.
Genau da wollte ich doch gerne hin! Und wie das funktioniert ? Das werde ich dir gern beim nächstenmal erzählen, hier in der Rubrik „Kleine Genusskunde“. Bis dahin:

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